{"id":630,"date":"2000-09-03T17:53:44","date_gmt":"2000-09-03T16:53:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.vielevisels.de\/?p=630"},"modified":"2023-07-26T07:40:00","modified_gmt":"2023-07-26T06:40:00","slug":"vogesen-2000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vielevisels.de\/?p=630","title":{"rendered":"Vogesen mit Hindernissen 2000"},"content":{"rendered":"<p>Sch\u00f6n, wenn man beim Planen einer Tour flexibel bleibt. So ist es auch kein Beinbruch, wenn die Wettervorhersage die ganze Planung \u00fcber den Haufen schmei\u00dft und am Abend vor der Tour noch ein neues Ziel gesucht wird. Eigentlich sollte es ja in den Schwarzwald gehen, doch nachdem heftige und ergiebige Regenf\u00e4lle nicht unbedingt bestes Bikewetter sind, haben wir kurzerhand s\u00e4mtliche verf\u00fcgbaren Wetterfr\u00f6sche befragt und uns kurzfristig f\u00fcr die Vogesen entschieden.<br \/>\nDie Qualit\u00e4t als Bike-Revier haben die Vogesen ja schon auf unserer 97er Tour bewiesen. Ob die franz\u00f6sischen Wetterexperten recht haben? Arg weit entfernt vom Schwarzwald sind die Vogesen ja nicht &#8230;<\/p>\n<h2><b>Impressionen<\/b><\/h2>\n<p><b>Eine Tour, von der man hinterher nichts zu erz\u00e4hlen hat, ger\u00e4t schnell in Vergessenheit.<\/b> Das kann uns bei der 2000er Vogesentour nicht passieren, durch eine lange Reihe von Pech und Missgeschicken wird sie uns noch lange in Erinnerung bleiben. Sch\u00f6n, wenn man r\u00fcckblickend diese Erlebnisse mehr lustig als \u00e4rgerlich sehen kann. So kommt dann der zweite bleibende Eindruck, die genialen Singletrails, in den Vordergrund.<br \/>\nBahnhof Selestat, Sonntag, 12:30, leichter Nieselregen. Eigentlich wollten wir jetzt irgendwo zwischen Schonach und Brend auf dem Westweg sein. Doch die Wettervorhersage machte uns einen Strich durch die Rechnung: Dauerregen im Schwarzwald (Weicheier!). So landet die gesamte Planung f\u00fcr den Westweg am Abend vor Tourenstart in der Tonne, ein etwas angenehmeres Klima muss her. Schade um die Zeit, doch Karten und die Etappenplanung kann ich bestimmt noch mal brauchen. Mit der Reisewettervorhersage im Internet ist eine Alternative auch schnell gefunden: Die Vogesen. Die Qualit\u00e4ten der franz\u00f6sischen Singletrails sind mir noch von der letzten Tour in Erinnerung. Und laut Wetterfr\u00f6schen soll das Wetter immerhin annehmbar sein. Nach einer Stunde Kartenstudium steht mit Selestat dann auch der Startort und eine grobe Route fest, alles weitere werden wir sehen.<br \/>\nDer Morgen beginnt etwas z\u00e4h, angesichts des Wetters wil sich richtige Euphorie nicht einstellen. Tom hat ziemliche Kreislaufbeschwerden und zu allem \u00dcberfluss f\u00e4llt mir jetzt erst ein (Blitzmerker!), dass mein Auto noch 20km weit weg im Parkhaus steht. In der Hoffnung, dass sich bis dahin auch Toms Kreislaufbeschwerden gelegt haben, holen wir also erstmal das Auto und m\u00fcssen dann feststellen, dass sich Tom&#8217;s 2,10m absolut nicht im Suzi unterbringen lassen. Also bleibt doch nur die Anreise per Bahn, die wir wegen der schlechten Verbindung mit vielem Umsteigen eigentlich umgehen wollten.<br \/>\nWieder zu Hause angekommen, ist Tom derma\u00dfen bleich und wackelig auf den Beinen, dass erstmal Bettruhe angesagt ist. 2 Stunden Matratzehorchen helfen seinem Kreislauf auf die Beine, aber heute lohnt ein Start auch nicht mehr. So schmei\u00dfen wir uns direkt in die Radklamotten und ich zeige Tom ein paar von unseren besten Stuttgarter Singletrails. So bleibt mir sogar noch Zeit, die Kette zu wechseln, die h\u00e4tte es schon l\u00e4nger n\u00f6tig gehabt. Noch eine kurze Probefahrt, und Bikes und Klamotten stehen startbereit da.<br \/>\nIn der Hoffnung, die Startschwierigkeiten \u00fcberwunden zu haben, geht es dann am Sonntag morgen per Bike zum Bahnhof. Bis zum Umsteigen in Stra\u00dfbourg klappt auch alles, doch dann stehen wir nach einer kurzen Kaffepause auf dem falschen Bahnsteig (die Uhr sollte man schon lesen k\u00f6nnen &#8230;) und m\u00fcssen mit ansehen, wie der Zug am Bahnsteig gegen\u00fcber ohne uns abf\u00e4hrt. Doch bis wir merken was Sache ist, ist der Zug \u00fcber alle Berge und wir stehen da wie zwei begossene Pudel. Der n\u00e4chste Zug nach Selestat f\u00e4hrt zwar eine Stunde sp\u00e4ter, nimmt aber offiziell keine Bikes mit. So hoffen wir auf die franz\u00f6sischen Schaffner, die uns tats\u00e4chlich in den Gep\u00e4ckwagen verfrachten, wo wir die letzte halbe Stunde bis Selestat zur\u00fccklegen. Die Stimmung hebt sich etwas, als wir links und rechts aus dem Zugfenster sehen: \u00dcber dem Schwarzwald dunkle Regenwolken, die Vogesen lediglich stark bew\u00f6lkt.<br \/>\nSo stehen wir also nun mit einer Stunde Versp\u00e4tung (plus einen Tag) in Selestat und fragen uns, was uns noch f\u00fcr Missgeschicke erwarten. Der halbe Tag ist schon vorbei, bis wir endlich auf dem Bike sitzen und den ersten Kilometer bis zum GR5 auf Asphalt zur\u00fccklegen. Weitere 10 Minuten dauert es, bis wir den Einstieg auf den GR5 gefunden haben. Ein versteckter Singletrail geht zwischen zwei Gartenz\u00e4unen bergauf, ein paar Stufen, rutschiger Untergrund. Endlich geht es los mit dem Singletrailparadies Vogesen!<br \/>\nDoch am ersten starken Anstieg wird die Freude vom Krachen meiner Schaltung bei voller Last getr\u00fcbt. Anscheinend ist das mittlere Kettenblatt schon so fertig, dass die neue Kette nicht mehr packt. Bei der Probefahrt war mir nichts aufgefallen. Das kann ja noch lustig werden, mit 2 Kettenbl\u00e4ttern durch die Vogesen. Aber immerhin, das kleine Blatt funktioniert! Zum Gl\u00fcck passen sich in den n\u00e4chsten zwei Tagen Kette und Blatt aneinander an, am letzten Tag unserer Tour kann ich wieder alle G\u00e4nge fahren (und nach der Tour die Kette erneut tauschen).<br \/>\nSingletrails wechseln sich mit etwas breiteren Wanderwegen und k\u00fcrzeren St\u00fccken Forstwegen ab, die Stimmung steigt. Doch gleichzeitig mit unserem ersten unfreiwilligen Schlenker am Tierpark (weitere werden folgen) setzt Regen ein. So sammeln wir die gerade vernichteten HM auf Asphalt wieder ein und als wir 20 Minuten sp\u00e4ter wieder den sch\u00fctzenden Wald erreichen (ca. 500m von unserer Fehlentscheidung entfernt), h\u00f6rt auch der Regen langsam auf, zwischendurch gibt es sogar etwas Sonnenschein.<br \/>\nDie n\u00e4chsten zwei Stunden verlaufen ziemlich ereignislos, keine Umwege oder Defekte, ordentliches Wetter, daf\u00fcr aber jede Menge Singletrails aller Schwierigkeitsgrade. So haben wir uns das vorgestellt. Unser Pech holt uns erst nach der Vesperpause in Thannenkirch wieder ein, wo ich auf einem schmalen, rutschigen Singletrail das Gleichgewicht verliere und mein Fu\u00df durch das wuchernde Gras ins Leere tritt. So lande ich nach 2m senkrechtem Fall weich, aber kratzig auf dem R\u00fccken in einem Brombeergestr\u00fcpp. Tom hat am n\u00e4chsten Tag nicht so viel Gl\u00fcck, er sucht sich f\u00fcr die Landung bei seinen St\u00fcrzen vorzugsweise Felsbrocken der gr\u00f6\u00dferen Art aus, falls mal keiner in der N\u00e4he ist, mu\u00df auch mal das Bike (in Form der DX-Klickies) herhalten. Ich habe jetzt das Problem, dass ich mit dem schweren Rucksack auf dem R\u00fccken, einen\u00a0 Schuh noch im Pedal, das Rad in den Ranken verheddert und mit dem Kopf nach unten, keinerlei Bewegungsfreiheit habe, mich selbst zu befreien. So steigt Tom zu mir ab und befreit mich vom Bike. Was bleibt, sind dezimeterlangen Kratzwunden, und mein verletzter Stolz, ansonsten ist alles heil geblieben. Doch &#8222;Zeit heilt alle Wunden&#8220;&#8230;<br \/>\nDer n\u00e4chste Morgen entsch\u00e4digt erstmal mit blauem Himmel und Sonnenschein. Gut gelaunt geht es los, zuerst wieder auf Asphalt, dann auf Schotterwegen Richtung Les Brezouard. Doch je h\u00f6her wir kommen, desto mehr verschwindet der blaue Himmel, Wolken ziehen auf, der Wind treibt Nebelschwaden \u00fcber den H\u00f6henweg und uns die K\u00e4lte in die Knochen. Warm wird es uns heute nur noch bei den diversen Anstiegen. Doch wenigstens bleibt es bis auf einen kurzen Schauer auf der Haute Chaume trocken.<br \/>\nK\u00e4lte und Nebel sind aber auch daf\u00fcr verantwortlich, dass wir uns am Le Hohneck den Gipfel sparen wollen (vielleicht noch 20HM?) und einen wichtigen Wegweiser \u00fcbersehen. So finden wir uns dann 10 Minuten sp\u00e4ter und 150HM tiefer an einer Wegeskreuzung, die so gar nicht zu unserer Richtung passen will. Nach einer kurzen Standortbestimmung und der Aussicht auf eine halbe Stunde Bikestemmen f\u00fcr den R\u00fcckweg, \u00e4ndern wir (flexibel wie wir sind) unser Tagesziel und nehmen so v\u00f6llig ungeplant noch eine Stunde Singletrails mit. Statt in einer Ferme Auberge auf 1300m \u00fcbernachten wir nun privat 900m tiefer, statt Hausmannskost dinieren wir mit Silberbesteck und Stoffservietten im 5-Sterne Restaurant. Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts, und etwas Gutes mu\u00df die Verfahrerei ja auch haben.<br \/>\nNachdem es am letzten Morgen zwar k\u00fchl, aber trocken ist, machen wir uns auf Richtung Petit Ballon. Je h\u00f6her wir kommen, desto k\u00e4lter wird es, zu kalt f\u00fcr eine Pause am Gipfel. So fiebern wir der Auberge Boenlesgrab entgegen, wo wir uns mit warmem Kakao langsam wieder auftauen. Die Affenk\u00e4lte h\u00e4lt uns aber nicht von unserem traditionellen Vogesen-Nachtisch ab, ein Riesen Teller Meringue Glacee Chantilly (Baiser, Eis und Sahne). Ein Gl\u00fcck, dass wir die gro\u00dfen Steigungen schon hinter uns haben.<br \/>\nDie Erinnerung an den Rest des Tages wird durch die Suche nach dem richtigen Weg beherrscht. Die ersten Schwierigkeiten bekommen wir direkt nach der Pause, doch ganz dick kommt es noch zum Ende, fast in Sichtweite von Colmar: Durch Sturmsch\u00e4den sind fast alle Singletrails blockiert, dauernd m\u00fcssen wir umkehren und neue Alternativen suchen. So sehen wir die Trois Chateaus nur von weitem, und geraten zudem noch etwas in Zeitnot, weil wir in Colmar den Zug erwischen m\u00fcssen. Doch es reicht noch, und auf den letzten Kilometern finden wir zum Abschlu\u00df sogar noch einen sch\u00f6nen Singletrail, und auch das Wetter ist endlich etwas w\u00e4rmer.<br \/>\nSo sitzen wir also geschafft, aber gl\u00fccklich im Zug gen Heimat, und erreichen Stunden sp\u00e4ter, nach diversen Zwischenstationen und langen Wartezeiten, Stuttgart. Die Helligkeit reicht geradeso noch aus, um mit dem Bike vom Bahnhof nach Hause zu kommen.<br \/>\nDie Bahnfahrt ist auch r\u00fcckblickend das einzige, was mich wirklich richtig genervt hat. Auf der Hinfahrt eine Stunde verdaddelt aus eigener Doofheit, und auf dem R\u00fcckweg viele Wartezeiten. Dies war bestimmt keine gute Werbung f\u00fcr die Bahn, das n\u00e4chstemal suchen wir uns ein Ziel, zu dem es eine bessere Bahnverbindung gibt. Aus der \u00fcberst\u00fcrzten Planungs\u00e4nderung haben wir trotzdem noch das Beste gemacht. Sowohl was das Wetter betrifft (war zwar nicht toll, aber lieber kalt, als kalt und na\u00df), als auch die Strecke mit den vielen Singletrails (vor allem an den ersten zwei Tagen), denen die Vogesen ihren (inoffiziellen) Titel Singletrail-Paradies verdanken. Das war bestimmt nicht unser letzter Vogesen-Trip!<\/p>\n<p>Nachtrag:<br \/>\nEin paar Tage sp\u00e4ter hole ich meiner Tochter den Roller aus unserem Schuppen, dabei blinkt mich der Kopf einer abgerissenen Inbusschraube an. Nach kurzer Suche (an Roller, Dreirad und Bobbycar findet man normalerweise keine Inbusschrauben) f\u00e4llt mir noch nachtr\u00e4glich das Herz in die Hose: Die Schraube geh\u00f6rt zur D\u00e4mpferbefestigung meines Hot Chili. Kein Wunder hatten wir soviel Pech auf der Tour, wenn mein Schutzengel sich nur um die D\u00e4mpferschraube k\u00fcmmern konnte. \ud83d\ude09<\/p>\n<h2><b>Tagebuch<\/b><\/h2>\n<p><b>3. September 2000<\/b><br \/>\nEtappe: Selestat-Aubure<br \/>\nH\u00f6henmeter:1475HM<br \/>\nStreckenl\u00e4nge: 42,5km + 7,5km in Stuttgart<br \/>\nDurchschnitt: &lt;9,09km\/h (incl. Stuttgart)<br \/>\nFahrtzeit: 6,5h<\/p>\n<p>Lange Bahnfahrt \u00fcber Stra\u00dfbourg, da am falschen Bahnsteig gewartet. Zu doof zum Uhrzeit lesen? 12:30 in Selestat mit einer Stunde Versp\u00e4tung rauf auf&#8217;s Bike. Leichter Nieselregen. Direkt nach Westen in den n\u00e4chsten Ort, da geht&#8217;s dann nach etwas Suche den GR5 steil bergauf. Beim Tierpark weist uns die Beschilderung in die falsche Richtung. Es regnet sich ein. Weiter auf Singletrail zum Haute K\u00f6nigsbourg. Endlich ein paar Sonnenstrahlen! Dann tolle Abfahrt nach Thannenkirch. An der Abfahrt zum Chateau St. Ulrich steht zwar &#8222;FACILE&#8220;, teilweise aber deftig mit Tragepassagen, Wurzeln, Steinen. Nach dem Chateau erstmal steil bergab tragen, dann eine schnelle Abfahrt bis nach Ribeauville. Tolle R\u00fcckblicke auf die drei Schl\u00f6sser. Stra\u00dfe durch Fest blockiert, Pause bei Brezen und Salami.\u00a0 Wieder Suche nach dem Einstieg, eng und zugewachsen. Mache unfreiwilligen Abgang in Dornenb\u00fcsche, peinlich. Lose Steine und nasser Fels machen das Vorankommen schwer. Wegen der Uhrzeit k\u00fcrzen wir das letzte St\u00fcck vor Aubure ab und sind kurz nach 19:00 da. Schnell eine Unterkunft gesucht (Gite de France), duschen und auf zum Essen, bevor um 20:00 die K\u00fcche schlie\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_18a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-633\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_18a.jpg\" alt=\"\" width=\"777\" height=\"594\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_20a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-635\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_20a.jpg\" alt=\"\" width=\"581\" height=\"842\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_23a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-634\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_23a.jpg\" alt=\"\" width=\"829\" height=\"585\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_24a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-636\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_24a.jpg\" alt=\"\" width=\"581\" height=\"842\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_25a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-638\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_25a.jpg\" alt=\"\" width=\"581\" height=\"842\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_29a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-637\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_29a.jpg\" alt=\"\" width=\"826\" height=\"573\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_33a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-641\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_207_33a.jpg\" alt=\"\" width=\"826\" height=\"573\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>4. September 2000<\/b><br \/>\nEtappe: Aubure-Metzeral<br \/>\nH\u00f6henmeter: 1550HM<br \/>\nStreckenl\u00e4nge: 51km<br \/>\nDurchschnitt: 7,38km\/h<br \/>\nFahrtzeit: 10h (davon 6h55 reine Fahrtzeit ohne Pausen)<\/p>\n<p>Abfahrt 9:15, bis zum Col de Freland Stra\u00dfe zum Einrollen. Dann breiter Schotterweg. Sonnig aber frisch. Steil bergauf, Holzf\u00e4ller unterwegs. Oben auf dem H\u00f6henweg wird es ungem\u00fctlich, kalt, neblig, zugig. Les Brezouard ist gesperrt, Umgehung bis zum Col de Bagenelles. Abfahrt \u00fcber Weide und Singletrack bis nach Bonhomme. Pause mit Kuchen. Der 532 ist gesperrt, auf VTT1 und 4 \u00fcber Schotter bis zum Col de Calvaire. Empfindlich kalt. Dann geht&#8217;s auf die Haute Chaumes, erstmal ist Tragen angesagt. Singletrail und Tragepassagen wechseln ab, teilweise sehr nasser und weicher Boden. Nebel, Regen, zwischendurch nur kurz aufklarend. Ab dem Parkplatz oberhalb Lac Vert ein toller Singletrail, aber auch eine l\u00e4ngere (20 Min) Tragepassage. Nicht so Tom&#8217;s Fall. Er k\u00e4mpft etwas mit der Schwerkraft und legt sich ein paar Mal ab. Die Abfahrt zum Col de la Schlucht hat es in sich, total verblockt. Kurze Beratschlagung, ob wir hier \u00fcbernachten oder noch weiter wollen. Beide ziemlich m\u00fcde, aber ein bi\u00dfchen geht noch. So geht es auf Singletrack weiter, ein paar kurze Tragepassagen, erst der Aufstieg zum Le Hohneck ist l\u00e4nger. Total im Nebel lohnt der Aufstieg nicht, so bleiben wir auf dem GR5 und verpassen prompt den Abzweig auf den 532. Merken tun wir es dann 150 schwere HM unterhalb. Also wird umdisponiert, die Abfahrt ins Tal Richtung Lac de Schie\u00dfrothried werden wir schon noch schaffen. Ein paar Hundert Meter verblockter Wanderpfad, ab Le Gaschney dann ein toller Singletrail. Ab dem See bis zum Lac de Fischboedle tragen, ab da auf Schotter bis Metzeral. Wieder ist es nach 19:00, bis wir eine Unterkunft (diesmal privat) haben. Als Ausgleich geht es diesmal nobel und teuer Essen, doch das Silberbesteck will nicht ganz zu unseren Trainingsanz\u00fcgen passen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_01a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-639\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_01a.jpg\" alt=\"\" width=\"835\" height=\"542\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_02a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-640\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_02a.jpg\" alt=\"\" width=\"844\" height=\"588\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_03a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-642\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_03a.jpg\" alt=\"\" width=\"581\" height=\"851\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_05a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-644\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_05a.jpg\" alt=\"\" width=\"581\" height=\"851\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_06a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-643\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_06a.jpg\" alt=\"\" width=\"844\" height=\"594\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_11a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-645\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_11a.jpg\" alt=\"\" width=\"844\" height=\"594\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_13a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-646\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_13a.jpg\" alt=\"\" width=\"575\" height=\"848\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>5. September 2000<\/b><br \/>\nEtappe: Metzeral-Colmar<br \/>\nH\u00f6henmeter: 900HM<br \/>\nStreckenl\u00e4nge: 47km + 7,5km in Stuttgart<br \/>\nDurchschnitt: 10,47km\/h (incl. Stuttgart)<br \/>\nFahrtzeit: 6h (davon 4h30 reine Fahrtzeit ohne Pausen)<\/p>\n<p>9:20 los, 10\u00b0C. Auf Asphalt und Schotter geht es zum Petit Ballon. Auf breiter Schotterpiste zur Auberge Boenlesgrab. Es ist empfindlich kalt. Trotzdem mu\u00df der traditionelle Vogesen-Nachtisch sein: Meringue Glacee Chantilly. GR532 f\u00fchrt auf viel Schotter und ein paar Singletrailst\u00fccken und Route VTT weiter. Den Tete de Stauffen umfahren wir, danach kurzer Singletrack. Ab hier viel Stra\u00dfe, durch Sturmsch\u00e4den sind Singletrails blockiert. Immer wieder probieren wir es, doch nur das letzte St\u00fcck vor den Weinbergen von Wintzheim ist wieder interessanter. Auf der Stra\u00dfe geht es dann bis Colmar (15:20). Die ewig lange Bahnfahrt mit viel Umsteigen und langen Wartezeiten bis Stuttgart nervt. So sind wir erst nach 21:00 wieder daheim. Duschen, Essen, Bett.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_21a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-647\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_21a.jpg\" alt=\"\" width=\"575\" height=\"848\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_23a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-648\" src=\"https:\/\/vielevisels.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/vogesen2000_208_23a.jpg\" alt=\"\" width=\"838\" height=\"585\" \/><\/a><\/p>\n<h2><b>Hot Spots<\/b><\/h2>\n<p>Das Geniale an den Vogesen ist die Kombination aus toller Landschaft, Einsamkeit und Urspr\u00fcnglichkeit mit hervorragenden Bike-Trails, und das ganze noch relativ gut erreichbar.<br \/>\nLandschaftlich toll ist nat\u00fcrlich die <b>Haute Chaumes<\/b>, bei gutem Wetter auch mit tollen Ausblicken. Aber auch fahrtechnisch bietet der Wanderweg f\u00fcr versierte Fahrer einiges an Herausforderung.<br \/>\nEin weiteres fahrtechnisches Highlight war die Abfahrt zum <b>Chateau St. Ulrich<\/b>, zwar mit &#8222;FACILE&#8220; beschildert, aber trotzdem mit allen Schikanen. F\u00fcr Hansj\u00f6rg Rey &amp; Co bestimmt durchgehend fahrbar, aber Normalos m\u00fcssen doch an einigen Stellen aus dem Sattel.<br \/>\nWeniger technisch, aber daf\u00fcr sch\u00f6n fl\u00fcssig zu fahren ist der Singletrail, der kurz nach der <b>Haute K\u00f6nigsbourg<\/b> beginnt. Teilweise parallel zur Stra\u00dfe geht es zwischen den B\u00e4umen hindurch auf griffigem Waldboden bis nach Thannenkirch.<\/p>\n<h2><b>Infos<\/b><\/h2>\n<p><b>Route:<\/b><br \/>\nDay1:<br \/>\nSelestat &#8211; Chatenois &#8211; GR5 &#8211; Ht. Koenigsbourg &#8211; Thannenkirch &#8211; Chat. St. Ulrich &#8211; Ribeauville &#8211; Col de Seelacker (ab hier auf Forstweg N vom GR5) &#8211; Aubure<br \/>\n42,5km, 1475HM<\/p>\n<p>Day2:<br \/>\nAubure &#8211; le Rehberg (ab hier N vom le Brezouard auf Forstweg) &#8211; Col des Bagenelles &#8211; le Bonhomme (ab hier Route VTT) &#8211; Col de Calvair -les Htes Chaumes &#8211; Col de la Schlucht &#8211; le Hohneck &#8211; le Gaschney &#8211; Lac de Schiessrothried &#8211; Lac de Fischboedle (ab hier Forstweg) &#8211; Metzeral<br \/>\n51km, 1550HM<\/p>\n<p>Day3:<br \/>\nMetzeral (ab hier Stra\u00dfe bis) &#8211; Sondernach &#8211; Landersbach (ab hier Forstwege) &#8211; le Petit Ballon &#8211; le Boenlesgrab (ab hier GR532) &#8211; le Rundkopf &#8211; Col de Marbach (ab hier Forstwege) &#8211; Refuge (GR532 durch umgest\u00fcrzte B\u00e4ume nicht passierbar) &#8211; Wintzenheim &#8211; Colmar<br \/>\n47km, 900HM<\/p>\n<p><b>Karte:<\/b><br \/>\nIGN Karte 31 St-Die, Mulhouse Bale. 1:100.000. Ca. 12.-DM<br \/>\nEigentlich f\u00fcrs Biken ein zu grober Ma\u00dfstab, aber ganz in Ordnung wenn man sich an die bezeichneten Wanderwege h\u00e4lt. Man sollte halt nicht darauf bestehen, jederzeit 100%ig seinen Standort auf der Karte zu finden, im Zweifelsfall halt den sch\u00f6neren Weg nehmen oder dem Gef\u00fchl nach fahren.<br \/>\nVom Vogesen Club gibt es eine genauere 1:50.000 Karte, die konnte ich hier aber nicht auftreiben und nachdem wir zwei Tage mit der IGN-Karte ausgekommen sind, konnten wir uns auch nicht mehr zum Kauf entschlie\u00dfen (in Frankreich war sie sehr teuer).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6n, wenn man beim Planen einer Tour flexibel bleibt. So ist es auch kein Beinbruch, wenn die Wettervorhersage die ganze Planung \u00fcber den Haufen schmei\u00dft und am Abend vor der Tour noch ein neues Ziel gesucht wird. Eigentlich sollte es ja in den Schwarzwald gehen, doch nachdem heftige und ergiebige Regenf\u00e4lle nicht unbedingt bestes Bikewetter &hellip; <a href=\"https:\/\/vielevisels.de\/?p=630\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Vogesen mit Hindernissen 2000<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[5,3],"tags":[17],"class_list":["post-630","post","type-post","status-publish","format-image","hentry","category-mtb-trips","category-trips","tag-mehrtagestour","post_format-post-format-image"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=630"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4546,"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/630\/revisions\/4546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vielevisels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}